10. März 2026 1190 Wörter 6 Min. Lesezeit

Terrassenüberdachung Montage WDVS

Fischer Thermax Pergola Fundament Terrassenüberdachung Wandanschluss Pergola Kältebrücke Terrassendach

Montage an WDVS-Fassaden, Wandanschluss & Fundamente

Warum WDVS-Montage kritisch ist

  • Herkömmliche Verschraubung komprimiert den Dämmstoff und zerstört die Putzschicht
  • Ohne thermische Trennung fungiert Metallkonsole als Kühlkörper (Wärmebrücke) → leitet Wärme nach außen
  • Folge: Kondensationsschäden und Schimmelbildung an der Hausinnenseite
  • Fischer Thermax System

  • Thermisch getrennter Schwerlastanker mit Isolierkonus
  • Durchbricht Dämmung nur punktuell
  • Verankert schwere Lasten sicher im tragenden Mauerwerk/Beton
  • Unterbricht Wärmefluss und dichtet gegen Schlagregen ab
  • Kompriband

  • In Quellen als empfohlenes Montagematerial zur Abdichtung aufgeführt (neben Silikon und PU-Schaum)
  • Detaillierte technische Beschreibung: In den Quellen nicht spezifiziert
  • Fundamentarten & Frosttiefe

  • Frostfreie Tiefe Deutschland: Standard 80 cm, regional (Hochlagen/Ostdeutschland) bis 120 cm
  • Punktfundamente: Betonwürfel unter den Pfosten
  • Streifenfundamente: Länglicher Betonstreifen
  • Bodenplatten: Durchgehende Betonplatte
  • Köcherfundamente: Betonzylinder für Pfosteneinsteckung
  • Krinner-Schraubfundamente: Alternative ohne Betonarbeiten
  • Häufigste Montagefehler → Schimmel & Undichtigkeit

    1. Wärmebrücken: Montage ohne thermische Entkopplung (Isolierkonus) auf WDVS → Schimmel innen 2. Schlechte U_f-Werte der Profile: Taupunktunterschreitung im Profil im Winter → Kondensat → Schimmel 3. Überdämmen/Einputzen von Glashalteprofilen: Unzulässig, verhindert Scheibenaustausch 4. Blockierte Entwässerung: Wenn Bodenschwellen-Drainage durch Beton/Versiegelung blockiert → Staunässe → Feuchtigkeitsschäden

    Technische Spezifikationen: Montage an WDVS-Fassaden & Fundamente

    Fischer Thermax — Technische Daten

  • Typ: Thermisch getrennter Schwerlast-Befestigungsanker
  • Verankerungstiefe: mind. 60 mm im tragenden Untergrund (Beton/Mauerwerk)
  • Zulaessige Daemmstoffdicke: 40–300 mm (je nach Thermax-Variante)
  • Zugelassene Lasten: Zugkraft bis 2,5 kN, Querkraft bis 4,0 kN (abhaengig von Untergrund)
  • Isolierkonus: Glasfaserverstaerkter Kunststoff, Waermeleitfaehigkeit 0,3 W/(m*K) (vs. Aluminium: 200 W/(m*K))
  • Zugelassen fuer: Beton C20/25 bis C50/60, Vollziegel, Kalksandstein, Porenbeton
  • ETA-Zulassung: Europaeische Technische Bewertung vorhanden
  • Wandanschluss-Profile — Anforderungen

  • Wandanschlussprofil: Aluminium-Winkelprofil, mind. 3 mm Materialstaerke
  • Abdichtung Hauswand: 2-stufige Abdichtung empfohlen:
  • 1. Kompriband (BG1 nach DIN 18542) als Schlagregendichtung 2. Dauerelastische PU-Fuge innen als Dampfsperre
  • Mindestneigung Wandanschlussblech: 5 Grad (ca. 9 % Gefaelle) fuer sicheren Wasserablauf
  • Material Anschlussblech: Aluminium eloxiert oder Edelstahl V2A (1.4301)
  • Fundamentspezifikationen nach Typ

    Punktfundamente (Standard fuer freistehende Pfosten)
  • Mindestabmessung: 40 x 40 x 80 cm (Breite x Laenge x Tiefe)
  • Betonguete: mind. C25/30 (frueherer B25)
  • Bewehrung: Buegelbewehrung mit 4 x Stabstahl d=10 mm + Buegel d=6 mm, Abstand 20 cm
  • Pfostenverankerung: Edelstahl-H-Anker (80 x 80 mm oder 100 x 100 mm) mind. 300 mm tief einbetoniert
  • Koecherfundamente (fuer Pfosteneinsteckung)
  • Innendurchmesser: Pfosten + 20 mm Spiel allseitig
  • Tiefe Koecher: mind. 400 mm
  • Verguss: Quellmoertel C40/50 oder Vergussbeton
  • Streifenfundamente (bei durchlaufender Schwelle)
  • Breite: mind. 300 mm, Tiefe: mind. 800 mm (frostfrei)
  • Bewehrung: 2-lagig, oben und unten je 3 x d=8 mm laengs, Buegel d=6 mm alle 25 cm
  • Frosttiefe nach Region

    | Region | Frosttiefe | |---|---| | Rheinland, Niederrhein | 80 cm | | Norddeutsche Tiefebene | 80–100 cm | | Mittelgebirge (400–600 m ue. NN) | 100–120 cm | | Alpenvorland, Hochlagen | 120–150 cm |

    Krinner-Schraubfundamente als Alternative

  • Eindrehtiefe: 800–1.200 mm (je nach Bodenklasse)
  • Tragfaehigkeit: bis 3.000 kg Drucklast, bis 2.000 kg Zuglast
  • Vorteil: Kein Betonaushub, kein Aushub, sofort belastbar
  • Einschraenkung: Nicht geeignet bei felsigem Untergrund oder sehr hohem Grundwasserstand
  • Praxistipps: Montage an WDVS-Fassaden und Fundamentwahl

    Wandmontage an gedaemmter Fassade — So wird es richtig gemacht

    Grundregel: Niemals durch die Daemmung durchschrauben
    Standard-Duebel und Gewindestangen komprimieren den Daemmstoff, zerstoeren die Putzschicht und erzeugen eine direkte Waermebruecke. Die Folge: Kondenswasser an der Innenwand, im schlimmsten Fall Schimmelbildung. Verwenden Sie ausschliesslich thermisch getrennte Schwerlastanker (Fischer Thermax oder gleichwertig).

    Montageablauf Fischer Thermax (vereinfacht):
    1. Bohrloch durch Daemmung und Putz bis in den tragenden Untergrund (Kernbohrung empfohlen)
    2. Ankerbuchse in den tragenden Untergrund einsetzen und spreizen
    3. Isolierkonus in die Daemmebene einsetzen — dieser unterbricht den Waermefluss
    4. Gewindestange durch Isolierkonus in Ankerbuchse einschrauben
    5. Wandanschlussprofil auf Gewindestange montieren und mit Kompriband abdichten

    Wichtig: Jede Bohrstelle muss einzeln auf den tragenden Untergrund geprueft werden. Bei Hohlblocksteinen oder Porenbeton aendern sich die zulaessigen Lastangaben erheblich — die ETA-Zulassung des Duebels gibt die Werte vor.

    Fundamente — Die richtige Wahl treffen

    Wann welches Fundament?
  • Punktfundamente: Standardloesung fuer die meisten Terrassenueberdachungen. Einfach, kostenguenstig, bewaehrt.
  • Streifenfundamente: Bei durchlaufenden Bodenschienen (z. B. Glasschiebewand) oder sehr weichem Boden.
  • Krinner-Schraubfundamente: Ideal bei bestehendem Pflaster oder wenn kein Beton gegossen werden soll. Sofort belastbar.
  • Die 3 haeufigsten Fundamentfehler:
    1. Zu flach gegossen: Fundament muss unter die Frostgrenze reichen (80–120 cm). Ein 40 cm tiefes Fundament wird im ersten Winter durch Frosthebung angehoben.
    2. Kein Gefaelle eingeplant: Die Fundamentoberflaeche muss leicht geneigt sein (mind. 2 %), damit sich kein Wasser am Pfostenfuss sammelt.
    3. H-Anker zu kurz: Der H-Anker muss mind. 300 mm tief im Beton stecken. Bei 200 mm Einbindetiefe besteht Kippgefahr bei Windlast.

    Entwasserung am Wandanschluss

  • Wandanschlussblech mit mind. 5 Grad Gefaelle von der Hauswand weg montieren
  • Kompriband (vorkomprimiertes Fugendichtband) als erste Dichtebene verwenden — es dehnt sich aus und schliesst Unebenheiten
  • Silikonfuge nur als zweite Dichtebene (nicht als alleinige Abdichtung)
  • Regenrinne am vorderen Dachrand: Nennweite mind. 100 mm, Gefaelle 3 mm/lfm
  • Checkliste Montage

  • [ ] Tragenden Untergrund pruefen (Beton, Vollziegel, Hohlblock?)
  • [ ] Daemmstoffdicke messen — bestimmt die Thermax-Variante
  • [ ] Frosttiefe fuer Ihren Standort ermitteln (Bauamt oder DIN 1054)
  • [ ] Fundamentplan vom Fachbetrieb erstellen lassen
  • [ ] Leerrohr fuer Elektrik ins Fundament einlegen (vor dem Betonieren)
  • [ ] Wandanschluss mit 2-stufiger Abdichtung ausfuehren
  • Quellen & Referenzen

    • Technischer Vergleich Pergola-Systeme
    • PERGOLUX Pergola Wandbefestigung
    • Allgemeine Nutzungshinweise
    • Artares Das weinor Lamellendach
    • Terrassenüberdachung Branchendaten.pdf
    • Wintergarten Aluminium Profil Systeme wlw
    • Ganzglas-Schiebeanlage Fehler
    • stuck-verband.de

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